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Haglundferse: Symptome des unbekannten Fußphänomens

Wenn die Ferse schmerzt, denkt man oft zuerst an Überlastung oder womöglich eine Arthrose. Aber auch das weniger bekannte, jedoch für Fersen typische Haglund-Syndrom kann die Ursache für unangenehme Schmerzen sein. Man spürt sie hinten am Achillessehnenansatz oberhalb der Ferse, wo sie durch eine Fehlform des Fersenbeins ausgelöst werden. Daher bezeichnet man die Haglundferse auch als hinteren Fersensporn. Wer die Symptome einer Haglundferse kennt, kann rechtzeitig handeln.

Symptome der Haglundferse

Die Deformation bei der Haglundferse beginnt als kleiner, verknöcherter Fortsatz am hinteren Fersenbein. Unbehandelt wird sich dieser Fortsatz immer weiter verstärken, bis es zu Schmerzen bei der Belastung des Fußes kommt, gefolgt von Schwellung, Rötung und Druckstellen im Schuh. Die Symptome der Haglundferse münden schließlich in eine deutlich sichtbare und sehr druckempfindliche Ausbuchtung an der Ferse. Neben dem Druckschmerz ist die Haglundferse auch Ursache für weitere Schmerzen. Die Formstörung kann zu Entzündungen der Achillessehne und einem sehr schmerzhaften Knochenmarködem führen. Oft entsteht zusätzlich eine schmerzhafte und störende Schleimbeutelentzündung direkt zwischen Achillessehne und Fersenbein.

Diagnose der Haglundferse

Für die Therapie einer Haglundferse gilt die bewährte Regel: Je früher, desto besser. Wenn ein Haglund-Syndrom über längere Zeit besteht, kann es zu dauerhaften Strukturveränderungen der Achillessehne kommen. Es entstehen Kalkeinlagerungen in der Achillessehne und am Fersenbein, die dann weitere Schmerzen verursachen können. Linderung und Korrektur werden nun immer schwieriger. Schieben Sie länger anhaltende Schmerzen in der Haglundferse also nicht auf Ihr Schuhwerk oder Ihr Bewegungsmuster. Suchen Sie frühzeitig einen Orthopäden auf, der durch eine Untersuchung mit Röntgenbild schnell Klarheit schaffen kann. Wichtig ist bei der Diagnose die Abgrenzung zu anderen Schmerzursachen, damit eine wirklich wirkungsvolle Therapie der Haglundferse und ihrer Symptome eingeleitet werden kann.

Therapie der Haglundferse

Steht die Diagnose sicher fest, kann mit der richtigen Therapie begonnen werden. In den allermeisten Fällen startet man mit einer funktionell konservativen Therapie. Dabei steht zuerst die bequeme Fersenbettung im Vordergrund. Diese beinhaltet neben der Wahl passender Schuhe die Fersenweichbettung, entlastendes Kinesiotape, Silikonpolster für die Ferse und individuell angepasste Einlagen. So soll vermieden werden, dass sich die Haglundferse weiter zu einem hinteren Fersensporn auswächst. Um die bestehenden Symptome der Haglundferse zu lindern und sogar eine Rückbildung zu erreichen, gehen Physiotherapie und eine fokussierte Stoßwellentherapie Hand in Hand. Letztere wurde ursprünglich für die Behandlung von Nierensteinen entwickelt, hat sich aber auch bei der Behandlung von Fersensporn als hochwirksam und nebenwirkungsarm erwiesen. Nur bei sehr ausgeprägten Befunden oder keiner Verbesserung der Beschwerden über mehrere Wochen trotz konsequenter Therapie kommt eine Operation infrage.

Übungen bei Haglundfersen-Symptomen

Die Verformung des Fersenbeins bei der Haglundferse fördert Schmerzen und Entzündungen des Schleimbeutels, der zwischen Knochen und Achillessehne sitzt. Genau dieser Bereich lässt sich mithilfe spezieller Übungen so gezielt entspannen, dass die Betroffenen den Schmerz meist eigenständig in den Griff bekommen. Denn die Ursache für Fersenschmerzen und eine Haglundferse ist fast immer die Reaktion des Körpers auf fehlende oder zu einseitige Bewegung. Um das auszugleichen, sind vor allem Übungen zur Dehnung der Wadenmuskulatur und der Fußsohle wichtig, damit die Spannung auf die Ferse nachlässt. Ein Ausfallschritt mit einer auf den Boden abgesenkten Ferse oder das Ziehen der Zehen in Richtung Schienbein mit beiden Händen sind hier zu empfehlen. Wichtig: Dehnübungen sollte man lieber sanfter und länger halten, statt sie kurz und extrem durchzuführen. Zudem regt eine spezielle Faszien-Rollmassagen, z.B. mit einem Igelball, den Stoffwechsel und die Durchblutung im Fuß an. 

Wer sich also frühzeitig mit der Quelle von Fersenschmerzen befasst und eine sichere Diagnose vom Arzt hat, der kann wie so häufig bei Fußproblemen mit gesunden Schuhen, Einlagen und Gymnastik viel dagegen tun und vielleicht sogar eine Operation vermeiden. Geduld und eine konsequente Regelmäßigkeit sind die Voraussetzung für den Erfolg und die ersten Schritte ohne Schmerzen.

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